Achse kritischer Schüler_innen Wien


21. März – Internationaler Tag gegen Rassismus

20. März 2015

Seit 1966 ist der 21. März der internationale Tag gegen Rassismus.
Warum der 21. März? Weil an diesem Tag im Jahre 1960 rund 20.000 Menschen im südafrikanischen Sharpeville gegen das damalige Apartheid-Regime demonstrierten. 69 Demonstrierende wurden an diesem Tag von der Polizei erschossen, mindestens 180 weitere verletzt. 1966 ernannte die UNO diesen Tag zum internationalen Tag gegen Rassismus. Nicht nur um den Toten des Sharpeville Massaker zu gedenken, sondern vielmehr um ein starkes Zeichen gegen Rassismus zu setzen und Jahr für Jahr darauf aufmerksam zu machen, dass Rassismus weiterhin das Leben vieler Menschen einschränkt.

Für Vielfalt. Gegen Rassismus.

Mit unserer Frühjahrs-Kampagne „Quer gestreift & bunt gepunktet“ wollen auch wir genau das tun – ein Zeichen setzen. Wir leben immer noch nicht in einer gleichberechtigten und vorurteilsfreien Gesellschaft. So lange Dinge wie die Herkunft, Hautfarbe oder Religion nicht egal sind, und Menschen aufgrund verschiedenster Merkmale diskriminiert und ausgegrenzt werden, müssen wir aktiv gegen Rassismus und seine Auswirkungen auftreten.

Alltagsrassismus in der Schule

Im Moment sind rassistisch motivierte Übergriffe immer noch Alltag vieler Menschen. Auch unsere Schulen sind kein Raum, in dem Rassismus und Diskriminierung ausgeklammert werden können. Immer öfter kommt es zu xenophoben(=fremdenfeindlichen) Äußerungen und Übergriffen zwischen Schüler_innen. Auch Lehrer_innen und Direktionen können hier nicht ausgenommen werden. Erst Anfang März 2015 verbot die Direktorin der Vienna Business School in Mödling jeglichen Gebrauch von anderen Sprachen im Schulgebäude abgesehen von Deutsch und den Unterrichtssprachen.

Geschichtsunterricht NEU!

Unser Geschichtsunterricht konzentriert sich überwiegend auf Europa. Anstatt von verschiedenen Kulturen und internationalen Zusammenhängen zu lernen, werden uns vermeintlich wichtige Jahreszahlen und die Namen von Herrscher_innen eingetrichtert. Doch Geschichtsunterricht muss mehr können. Das Ziel des Unterrichts muss eine breite Auseinandersetzung mit Rassismus und Ausbeutung sein. Unsere Bildung spiegelt unsere Gesellschaft wieder, solange im Unterricht ein Miteinander nicht vorgelebt wird, kommt es auch nur schwer in der Gesellschaft an.

Soziale Selektion bekämpfen!

Schüler_innen mit Migrationshintergrund sind häufig von sozialer Selektion betroffen.
Oft kommen sie aus finanziell schwächeren Familien und haben dadurch in unserem Bildungssystem geringere Chancen. Sprachbarrieren werden immer noch als Grund angesehen, junge Menschen gegen ihren Willen in Sonderschulen zu schicken, womit ihnen eine faire Chance auf eine weiterführende Bildung verwehrt wird. Unser Bildungssystem muss junge Menschen fördern und nicht aussortieren.
Das Ziel muss es sein, Schüler_innen in all ihrer Diversität zusammenbringen, Inklusion zu fördern un die gleichen Chancen für alle zu gewährleisten.

Setz auch du ein Zeichen gegen Rassismus! Die AKS unterstützt dich bei Projekten an deiner Schule und bietet Workshops, Diskussionsrunden, und vieles mehr an. Melde dich einfach, oder schau bei einer unserer Veranstaltungen vorbei.